
15. Juni 2025
Wieder zuhause 🏡
Keine Gedanken mehr machen müssen ums Wetter, um Distanzen, belegte Shelterplätze, Bodenbeschaffenheiten… Toll 😍 Und entlastend fürs Gehirn 🧠
Yuna genießt ihre Freiheit bzw. den ganzen Tag rein und raus zu können wie sie möchte und das ganz ohne Halsband und Leine. Keinen Maulkorb mehr tragen zu müssen. Die bequemen Liegeplätze zuhause. Und JarJars Gesellschaft.

Ich genieße meine Freiheit, mir nicht mehr permanent Gedanken machen zu müssen. Nicht mehr irgendwo ankommen zu müssen. Mich nicht mehr um Hundefutter, mein Essen, Wasser, Toiletten und einen Schlafplatz kümmern zu müssen. Alles ist da und im Überfluss vorhanden. Duschen wann und wielange ich will. Mit endlos heißem Wasser. Waschmaschine und Wäschetrockner und genügend saubere Wechselklamotten im Schrank. Eine Kaffeemaschine und ein voller Kühlschrank. Bei Regen nicht raus zu müssen und vor allem nachts nicht mehr im Zelt auf hartem Boden schlafen und frieren zu müssen.
Meine Exkursionen, egal ob mehrtägige Wanderungen oder auch Glamping mitm Camper, machen mich jedes Mal demütig und dankbar für alle meine vorhandenen Ressourcen. Neben der Entdeckung meiner Umwelt und der Quality Time mit den Hunden ist das ein Hauptgrund für meine Reisen. Alles was wir im täglichen Leben als selbstverständlich ansehen, mal für eine Zeit nicht zur Verfügung zu haben. Downsizing extrem. Zu erleben, dass ich spezielle Situationen meistern kann und zu wissen, was ich machen kann und muss in einem eventuellen Notfall. Auch mal hungrig ins Bett gehen zu müssen oder in einem anderen Land allein klarkommen zu können. Solche Erlebnisse steigern mein Selbstbewusstsein ungemein.
Nicht gefehlt haben mir tatsächlich die Nachrichten. Die lasse ich weitestgehend weg bei meinen Erlebnistouren. Ich war schon etwas geschockt, als mein Angetrauter mir gestern Abend erzählt hat was in der Welt abgegangen ist in der letzten Woche. Wenn ich die kriegstreibenden Politiker sehe (nicht nur die deutschen wohlgemerkt ☝🏻), mache ich mir wirklich Gedanken um meine und unsere Zukunft.
Mit allen Ideen und Vorhaben der Führungselite- wie lange wird mein Leben noch so sein wie es ist? Wie lange kann ich reisen? Wie lange kann ich hier in Frieden leben? Wird es vielleicht auch bei uns in absehbarer Zeit wie in der Ukraine? Müssen wir flüchten und woanders neu beginnen? Wenn ja, wo?
Mit meinen Voraussetzungen wäre meine erste Wahl immer Skandinavien. Ich spreche fließend Norwegisch, habe dort eine Steuernummer und Connections zu Jobs und Wohnraum. Da bekomme ich meinen Mann allerdings im Leben nicht hin. Wo wird es besser sein? Wie werden wir dann leben?
Seine Meinung kann man ja schon länger nicht mehr sagen ohne sofort in eine Ecke gestellt zu werden. Ist man mit irgendwas nicht einverstanden, ist man rechts, Aluhutträger, Antisemit, Putinfreund, Trumpfan oder oder oder. Man kann einfach nichts mehr richtig machen außer den Mund zu halten. Sagst du was „Falsches“ kann dein Leben im Handumdrehen ruiniert sein. Likest du einen „falschen“ Beitrag auf Social Media oder teilst einen „falschen“ Post, kann morgens das SEK vor deiner Tür stehen und um Einlass begehren. Postest du etwas, kannst du eigentlich darauf warten das ein Shitstorm losbricht voller Beleidungen, Hass und Hetze, obwohl du nur nach einem guten Hundefutter gefragt hast. Die Welt ist so krank.
Warum können wir nicht alle zusammen in Frieden und mit gegenseitigem Respekt auf dieser Erde leben? Das passt einfach nicht in meinen Kopf rein 🤷♀️ Warum muss man sich bekriegen, morden, quälen und foltern?
Warum kann nicht jeder mit dem zufrieden sein was er hat? Warum müssen die Menschen sich gegenseitig unterdrücken, hassen und neiden?
Macht und Geld regiert die Welt 🌎
Warum noch mehr Macht, noch mehr Geld, noch einen besseren Partner, noch einen besseren Job, noch besseren S*x?
Ich denke man kann nicht alles auf Social Media schieben. Nicht alles auf erlernte Verhaltensmuster aus der Kindheit.
Auch ich war früher so. Höher, schneller, weiter. Noch mehr erreichen in noch kürzerer Zeit. Alles muss sofort passieren, Geduld war (und ist) eine echt Herausforderung für mich.
2018 kam dann die Erkenntnis 💡 Völlig unvorbereitet und total kitschig, wie ein Geistesblitz. Auf dem Heimweg von der Arbeit. Seitdem hat sich mein Leben geändert. Nicht mehr höher, schneller, weiter und permanent im Kampfmodus sein, sondern Zufriedenheit und Ruhe ist eingekehrt. Natürlich habe ich auch ab und zu immernoch „Momente“, aber überwiegend bin ich zufrieden mit meinem Leben und Lebenssituation.
2008 habe ich durch eine sehr schmerzhafte Trennung gelernt, dass ich auch für mich allein sorgen kann und keinen Partner an meiner Seite brauche, über den ich mich definiere. Das brachte die Erkenntnis mit sich, dass ich nie wieder von einem Mann abhängig sein und mir meinen Lebensstil diktieren lassen werde. Solange ich 2 gesunde Hände habe, werde ich auch allein für meinen Lebensunterhalt sorgen können. Egal in welchem Job. Und es werden sich immer neue Türen öffnen, solange man offen ist.
Bis 2008 war ich nie Single gewesen, bin immer von einer Beziehung in die nächste gesprungen aus Angst nie wieder einen Partner zu finden. Ich habe aus Torschlusspanik 1996 mit 18 Jahren das erste Mal geheiratet, die Scheidung folgte 2006. Ich bin fremdgegangen, habe gelogen und betrogen das sich die Balken bogen. Und bin immer damit durchgekommen. Verliebt war ich oft, wirklich geliebt habe ich im Rückblick 2 Mal und bin aufs Übelste von diesen beiden Menschen hintergangen worden. Ich habe danach mein eigenes Verhalten hinterfragt und geändert. Ich wurde behandelt, wie ich andere behandelt hatte und das wir ganz schön kacke 💩 Ich musste den Schmerz am eigenen Leib erfahren um zu erkennen was ich anderen Menschen angetan habe.
Heute ist das anders. Ich weiß ich werde geliebt und bin willkommen. Und zwar so wie ich bin. Ich muss mich nicht verstellen oder etwas vorspielen. Wenn es mir schlecht geht, steht jemand hinter mir, so wie ich da bin wenn es meinem Mann oder meiner Freundin schlecht geht. Ebenso wenn es mir gut geht. Wenn ich verrückte Ideen ausbrüte oder mal wieder die ganze Welt hasse. Und ich bin wirklich froh, dass ich all das in jungen Jahren erkannt habe und nicht das ganze Leben „lost“ bin und in diesen Hamsterrädern weiter laufen muss.

Ich muss nicht permanent Leistung bringen um anerkannt und gemocht zu werden. Ich werde auch mit schlechter Laune nicht ausgegrenzt. Ich muss Aufmerksamkeit und Freundschaft nicht mehr mit Geld oder Geschenken erkaufen. Es ist okay, wenn ich mich nicht jeden Tag melde und man nimmt mir nicht übel, wenn ich mich nicht als Erstes melde. Ich darf auch mal „Nein“ sagen ohne sofort Beziehungen in den Sand zu setzen. Und wenn es mir übel genommen wird, dann ist es halt so. Ich bin gut so wie ich bin.
Ich stehe zu mir, zu meiner Art und wie ich durchs Leben gehe. Ich habe meinen Inner Circle, in dem mir nichts passieren kann. Meine Leute, für die ich alles tun würde und die alles für mich tun würden. Und darüber bin ich sehr froh. Alles andere lässt sich irgendwie regeln. Ich weiß, dass ich mehr habe als viele andere Menschen. Ich bin nicht finanziell reich, aber menschlich. Und das tut gut.
Eigentlich wollte ich über etwas anderes schreiben. Ist doch ungeplant ein sehr tiefgründiger Beitrag geworden 🤷♀️ Neue geistige Ergüsse vielleicht morgen 🤣 Jetzt muss ich mich erstmal erholen.

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